Berichte 2010

Gruppenboßeln 2010 in Nordermeldorf

Nachdem wir vergangene Saison nahezu alle Titel gewinnen konnten, ging es dieses Jahr um die Verteidigung sämtlicher Pokale und Trophäen. Die Nindörper Jungs zogen mit insgesamt 5 Herrenmannschaften, 5 Einzelwerfern, 2 Frauenmannschaften und einigen Zuschauern nach Nordermeldorf. Die Tage zuvor hatten es bereits angedeutet und so fanden die Boßler ein schwer zu bewerfendes Gelände vor. Väterchen Frost hatte ganze Arbeit geleistet und den

A-Stand teilweise stark vereist, der B-Stand war aufgrund des puffernden Schnees noch einigermaßen gut zu bewerfen.

Im Wettstreit um den B-Pokal konnten wir unseren Titel nicht verteidigen. Einzig Malte Sievers aus der B1 zeigte mit 181 Metern ein sehr starkes Ergebnis. Die restlichen Nindorfer Werfer warfen eher verhalten und konnten bestenfalls Normalform zeigen. Dennoch lieferten neben Malte noch Kevin Rohde (148m), Malte Konig (151m), Tobi Klick (144m) und Uwe Schmidt (162m) starke persönliche Ergebnisse. Leider erwischte Tjark einen rabenschwarzen Tag und warf keinen seiner 4 Würfe in den Sektor, sodass wir mit 3 Fehlwürfen in der B1 keinerlei Chance auf Titelverteidigung hatten. Im Großen und Ganzen konnte man mit den gezeigten Leistung zufrieden sein, denn der eisige und sehr scharfe Wind zuzüglich der schwierigen Bodenverhältnisse nagte doch an der Leistung unserer Jungs.

Erfolgreicher gestaltete unsere A-Mannschaft den Kampf um die beste Weitenmannschaft des Mielebundes. Nachdem wir bereits in den letzten 5 Jahren gewonnen hatten, ließ unsere A auch dieses Jahr keinen Zweifel daran, wer der Gewinner sein wird. Unsere ärgsten Verfolger aus Wolmersdorf und Meldorf zeigten Schwächen und gingen jeweils beide mit 3 Fehlwürfen in die Wertung. Als letzte A Mannschaft zog unsere Truppe schließlich auf den Stand. Viele Zuschauer hatten sich am Stand eingefunden und wollten erleben, wie die favorisierten Nindorfer ihre Aufgabe meistern. Die Taktik war klar... die ersten 4 Werfer ziehen ihre Würfe in die Bahn und verschaffen damit Christian und Cay die Möglichkeit, Serienmeister Sönke Dreeßen anzugreifen. Als Starwerfer ging Coffi für uns ins Rennen. Sein erster Wurf landete gleich im Aus, sodass er seine restlichen Würfe in die Bahn drücken musste. Nach ihm folgte Dixi... auch er verzog seinen ersten Wurf und musste seine ausbleibenden Würfe kontrolliert in die Bahn werfen. An 3 folgte Altmeister Thorsten Timm. Wie schon bei Coffi und Dixi verzog auch er seinen ersten Wurf und musste seine Serie mannschaftsdienlich zu Ende werfen. An 4 folgte Antreiber Ulf Hinz. Kurioserweise verzog auch er seinen ersten Wurf und musste seine Würfe 2-4 sicher in die Bahn werfen. Nach den ersten 4 Werfern stand dennoch kein Fehlwurf zu Buche. Da aber stets der erste Wurf aus dem Sektor flog, blieben die persönlichen Leistungen doch stark hinter den Erwartungen zurück. Das Feld schien somit gemacht ... sollten Christian und Cay die Weite von Sönke Dreeßen (226 Meter) überbieten und ihn erstmals nach 15 Jahren bezwingen? Zunächst ging an Position 5 Christian ins Rennen. Christian wurde von Obmann Stefan Reimers und seinen Kollegen angestachelt jetzt alles zu geben. Seine ersten 2 Würfe lagen bereits bei 78 Meter Schnitt und damit über dem Schnitt (75,5m) um Sönke zu schlagen. Der dritte Wurf sollte Geschichte schreiben... nach einem langgezogenen „Hossaaaaa“ schlug die Kugel bei 77 Meter ein und übertraf damit die Weite des Ausnahmeboßlers Sönke Dreeßen. Sönke war geschlagen... nach 15 langen Jahren konnte er endlich geknackt werden. Mit der Euphorie im Rücken zog Christian seinen letzten Wurf auf die Tagenhöchstweite von 81 Metern. Die Freude war unbeschreiblich... ein Jubelschrei und die geballte Faust unter den klatschenden Teamkollegen... es war geschafft! Als letztes ging Schlusswerfer Cay Siebke in den Stand. Auch Cay war in der Lage diese Weiten zu werfen und ging motiviert zu Werke. Cay zeigte zunächst zwei gute Würfe um die 74 Meter... was im Endergebnis aber nicht mehr gereicht hat, die 237 Meter von Christian zu knacken. Am Ende stand ein zwar etwas schwächeres Ergebnis von 1148 Meter unter dem Strich aber in Sachen Team und Taktikleistung zeigte unsere A eine hervorragende Leistung.

Im Anschluss gingen unsere Frauen in den Stand. Erstmals nach zig Jahren konnten wir zwei Mannschaften aufbieten. Unsere beiden Neueinsteiger Svea Behrens und Katrin Siebke zeigten ihre ersten Würfe unter Wettkampfbedingungen und erhielten entsprechend Applaus. Leider konnte das Team nicht an seine Stärke aus dem Vorjahr anknüpfen und musste nach einem Fehlwurf die Siegchancen begraben.

Als letzter Werfer des Gruppenboßelns ging VSHB Präsident Enne Reimers aus Nindorf in den Stand und damit das letzte Mitglied unserer Punktemannschaft. Enne verzog seinen ersten Wurf, was bei ihm äußerst selten vorkommt. Seine letzten Würfe brachte er aber gekonnt in die Bahn und sicherte damit der Mannschaft noch den Gewinn des Löwens.

Am Ende des Tages stand somit der Gewinn des A-Pokals, des Löwens und der Vereinsmeistertitel von Christian auf dem Papier.