Berichte 2010

Feldkampf Wolmersdorf - Nindorf (06.02.2010)

An jenem Sonnabend war es wieder soweit. Die Erzrivalen aus Nindorf und Wolmersdorf standen sich wieder mit 40 Werfern auf dem Feld gegenüber. Nachdem Nindorf im vergangenen Jahr die Wolmersdorfer mit 2 Schott und 12 Metern bezwungen hatte, waren die Grünen heiß, den großen alten Rivalen auch auf heimischer Bahn ein Bein zu stellen. Personell waren die Nindörper Jungs weitestgehend gut aufgestellt, nur unser Panzergeneral konnte aufgrund einer Übung im niedersächsischen Bergen nicht an diesem traditionsreichen Kampf teilnehmen. Dennoch fuhren die Grünen voller Zuversicht auf die Wolmersdorfer Geest. Eigens hierfür wurde ein Trecker bereit gestellt, der die Nindorfer Boßler zum Kampfgelände chauffierte. Nachdem wir in Wolmersdorf ankamen, schossen bereits die ersten grünen Raketen in den morgendlichen Himmel, zudem schallte immer wieder der Schlachtgesang „Nindörper Jungs“ über das Gelände. Sichtlich beeindruckt schauten die Wolmersdorfer auf die hochmotivierten Werfer und Zuschauer aus Nindorf. Sollte sich an jenem Tage besonderes ereignen?

Traditionsgemäß eröffneten die Würdenträger beider Gemeinden den Kampf. Nindorf zog vom Start weg mit geraden und weiten Würfen davon und konnte bereits einen guten Vorsprung herausarbeiten. Leider hatte unsere Schottmaschine aus dem Epenwöhrden Feldkampf, Tobi Klink, Pech mit dem querhängenden Geäst einer Eiche. Sein Wurf prallte nach nur wenigen Metern wieder zurück und somit mussten wir den Gastgebern die Führung überlassen. Auf Wolmersdorfer Seite folgten nun starke Abwerfer, die unseren Abwerfern überlegen waren. Demnach heimste Wolmersdorf bereits im ersten Drittel das erste Schott ein. Sichtlich verunsichert suchten die Nindorfer nach der Spur und verzettelten sich häufig an Wällen, Bäumen und an der eigenen Wurfsicherheit. Die Nindorfer hatten Probleme ihre zweifelsfrei größere Wurfkraft auf dem schneebedeckten und vereisten Grund auszuschöpfen, sodass selbst schwächere Werfer der Wolmersdorfer unsere Jungs halten konnten. Wolmersdorf rang uns Meter um Meter ab wobei wir weiterhin nach der Sicherheit suchten. Das zweite Schott folgte und Nindorf geriet deutlich ins Hintertreffen. Selbst erfahrene Feldkämpfer auf Nindorfer Seite zeigten nun Schwächen und ließen sich von der allgemeinen Hektik anstecken. Der erste Durchgang endete kurz vor Süderhastedt mit einem satten Vorsprung von 2 Schott für die Heimmanschaft. Jetzt schienen wir den Kampf wenden zu können! Sichere und weite Würfe drehten den Kiek ut Rückstand in einen Vorsprung und wir bekamen deutlich Oberwasser. Wolmersdorfer Kenner hatten bereits von einer Kampfwende gesprochen, doch kurz bevor Wolmersdorf das erste Schott abgerungen werden konnte, missglückte einem unserer jungen Werfer sein Wurf, sodass der Vorsprung pulverisiert war. Dieses wirkte sich fatal auf die Moral der Nindorfer aus. Fortan verfielen wir in eine beispielhafte Phase in der alles misslang. Schiefe Würfe, Pech mit Wällen und Bäumen sowie geringes Trüllglück ließ den Wolmersdorfern nun freie Fahrt, dass Ergebnis in die Höhe zu schrauben. In dieser Phase stach dennoch einer unserer Werfer besonders hervor. Der erst 16 Jährige Kalle Gadermann legte zwei Prachtwürfe hin und war somit ein kleines verbliebenes Highlight auf Nindorfer Seite. Am Ende setzte Wolmersdorf noch 2 Schott drauf und konnte so mit 4 Schott und einem geringen Kiek ut erfolgreich Revanche für die erlittene Vorjahresniederlage nehmen. In den Schlussreden waren sich die Obmänner Reimers und Claussen sicher, den verdienten Sieger gefunden haben. Dennoch wies Reimers auf eine Neuauflage im kommenden Jahr auf Nindorfer Gelände hin, bei der die Grünen keine Geschenke verteilen werden.

 

In diesem Sinne,

Lüch Op Nindörper Jungs.. nächstes Jahr schlagen wir zurück!