Berichte 2010

Feldkampf Meldorf – Nindorf (03.02.2010)

Nur eine Woche nach der herben Niederlage in Wolmersdorf stand der Auswärtskampf in der Domstadt an. Nachdem bei der Herausforderung noch eine Anzahl von 30 +x ausgemacht wurde, standen den Meldorfern morgens eine Anzahl von Rund 40 Werfern zur Verfügung. Wir hatten hingegen nicht mir einer solchen Anzahl gerechnet und mussten kurzfristig improvisieren, um dennoch eine angemessene Anzahl Werfer aufbieten zu können. Mit insgesamt 36 Werfern und Werferinnen zogen die Nindorfer gegen 9:30 Uhr nach Meldorf. Nindorf trat deutlich geschwächt auf, denn neben einigen gestandenen 50 Meter Werfern fielen besonders die Ausfälle unserer 60 Meter Werfer Atze Gieseler, Malte Sievers und Ulf Hinz ins Gewicht. Gleich zu Beginn des Kampfes stellte sich ein Kopf an Kopf Rennen beider Teams ein, bei dem wir mit schönen und geraden Würfen die Meldorfer in Schach halten konnten. Nindorf hielt stark mit und ließ die in Topbesetzung werfenden Meldorf nicht davon ziehen. Zur Mitte des ersten Durchgangs zeigten 2 Nindorfer hintereinander schwächere Würfe, sodass Meldorf in Schottnähe kam. Hier konnte unser 70 jährige Schulmeister Uwe Peterson noch gerade das Schott gegen Sven Torben Siebke behaupten, ehe Stefan Reimers gegen Ole Jochimsen wieder ein paar Meter zurückholte. Leider folgte dann das Schott gegen uns. Martje Poremba warf noch eine beachtliche Weite, konnte aber die Weite des Meldorfers nicht halten. Dennoch bewies sie, dass man auch als sportliche Frau gegen einen Mann bestehen kann, was auch entsprechend von den Nindörper Jungs honoriert wurde. Neben Martje war in der Folge noch ihre Zwillingsschwester Neele mit aktiv, die ihre Sache auch gut gemacht hat. Meldorf bot in diesem Vergleich entgegen der Absprache keine Frau auf! Mit einem Schott hinten kämpften die Nindorfer weiter und puschten sich immer wieder durch lautstarke Gesänge an, Meldorf hingegen war auch trotz der Führung eher ruhig und verfolgte das Geschehen mit einer gewissen Distanz. Das Kämpferherz sollte sich auszahlen. Nindorf kämpfte sich Meter um Meter an Meldorf ran, wobei die Domstädter ihrer soliden Leistung treu blieben. Hier stach, wie auch schon gegen Wolmersdorf, Kalle Gadermann hervor, der mit weiten und geraden Würfen seine tolle Entwicklung bewies. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, dennoch roch es von Wurf zu Wurf mehr nach einem Schottgewinn der Nindörper Jungs. Gegen Ende des ersten Durchgangs war es endlich soweit, lautstark und mit großem Geschrei wurde der Ausgleich bejubelt. Der Kampf war wieder ausgeglichen und es entwickelte sich eine knisternde Spannung, wo manch hitzige Wortgefechte geführt wurden. Das zeigt aber auch, dass Bosseln nicht nur betrieben sondern auch gelebt wird! Der Kampf näherte sich dem Ende entgegen und beide Mannschaften waren nur wenige Meter auseinander. Die Spannung war zum zerreißen, denn es war jedem klar, dass der erste Fehler einer Mannschaft eine Vorentscheidung bedeuten würde. Im letzten Drittel schüttelten die Nindorfer die Meldorfer mit einem kleinen Vorsprung etwas ab und bei uns wuchs die Zuversicht den Kampf zu unseren Gunsten entscheiden zu können. Nindorf hatte seinen Matchball und man verfolgte gespannt den Wurf von Olli Runge, der meist durch eine sichere Technik überzeugt. Leider und völlig unnötig verriss er seinen Wurf und Meldorf konnte diesen Bleier nutzen, um sich wieder hauchdünn in Führung zu setzen. Jetzt kam es auf die Schlusswerfer beider Teams an, bei dem sich keine der beiden Mannschaften des Sieges sicher sein konnte. Hier haderten Dixi und Thorsten mit der Höhe bzw. mit der Richtung, sodass Altmeister Hubertus von Oldenburg den entscheidenden Wurf über die Meldorfer Fahne zum Sieg der Meldorfer setzte. Am Ende gewannen die Meldorfer glücklich mit 12 Metern. Aber auch wir Nindorfer sind stolz auf diese geschlossene Mannschaftsleistung und haben uns kräftig rehabilitiert für den Wolmersdorf Kampf. In dieser Verfassung wäre auch was in Wolmersdorf gegangen!

 

Lüch op.