Berichte 2011

Feldkampf Nindorf - Wolmersdorf (05.02.2011)

Historisches sollte sich an jenem 5.2. in der Feldmark in Nindorf abspielen. Nachdem der starke Regen der vergangenen Tage schon ganze Arbeit geleistet hatte, öffnete Petrus auch pünktlich zum Feldkampf seine Pforten. Der Regen peitschte durch die aufgeweichte Feldmark und knöpfte den Boßler alles ab. Dennoch konnten beide Lager mit einer grandiosen Anzahl von 43 Werfern zu diesem Giganten Duell antreten. In den hitzigen Ansprachen der beiden Bürgermeister schossen schon ersten Giftpfeile hin und her und ein rassiger Kampf deutete sich an. Nach den Anwürfen der Würdenträger konnten wir durch Klaus Busch Claußen und Cay Siebke rund 15 Meter in Führung gehen. Angestachelt von der schmerzvollen Klatsche im vergangenen Jahr, legten wir los wie die Feuerwehr. Wolmersdorf hatte Mühe den Anschluss zu halten und viel Wurf um Wurf weiter zurück. Nach starken Würfen unserer Abwerfer Malte Sievers, Dixi Runge und Kalle Gadermann holte Tjark das erste Schott. Ausgeschottet wurde Jan Schildt an Nummer 8. Ein besonderes Lob muss man Dixi aussprechen, denn er stellte sich trotz erheblicher Schmerzen in den Dienst der Mannschaft und zeigte dadurch einen vorbildlichen Einsatz. Das Schott kam zur richtigen Zeit und dämpfte gleich alle Wolmersdorfer Hoffnungen auf einen Auswärtssieg. Die Nindörper Jungs drückten weiter aufs Tempo und knöpfte den Roten Meter um Meter ab. Wolmersdorf schien sichtlich beeindruckt gewesen zu sein und leistete sich eine Reihe von schwächeren Würfen, sodass wir schon an Nummer 11 einen erneut aussichtsreichen Vorsprung herauswerfen konnten. An jener Nummer hatte Coffi die Chance, das 2. Schott zu holen. Ein weiter und starker Wurf folgte und Coffi schottete Caschi aus. Wolmersdorf legte einen klassischen Fehlstart hin und kam nur schwer in die Gänge. Schwache und unsichere Würfe der Gäste spielten uns in die Karten und ehe die erste Halbserie des ersten Durchgangs geschafft wurde, hatte Christian die Chance auf 3 Schotts zu erhöhen. Nachdem Enne Christian einen halbwegs trockenen Stand besorgte, konnte dieser einen weiten Wurf landen der nicht von den Wolmersdorfern erreicht werden konnte. Schott Nummer 3 (Klaus Busch Claußen) stand auf der Liste und gerade einmal  ¼ des Kampfes war vorüber. Die Nindörper Jungs hatten die Sache fest im Griff und zeigte den Jungs von „Schwatt Rut“, dass es hier heute nichts zu holen gibt. Mit starken und vor allen Dingen geraden Würfen konnten wir die starke Wolmersdorfer Achse, bestehend aus Lukas Rau und Kai Funk halten und zogen ihnen damit den Zahn, noch einmal zurückzuschlagen. Hier ist besonders der Wurf von Thomas Ehlers zu erwähnen, der einen phantastischen Wurf gegen Kai Funk los lies. Um die Nummer 30 herum kamen die Nindörper Jungs etwas ins straucheln. Nachdem Martje Poremba noch einen starken Wurf hinlegte, verzogen Torben, Markus und Nils ihre Würfe. Wir hatten dabei Glück, dass die Wolmersdorfer diese Schwäche nicht nutzten und auch mit schiefen Würfen ihrer Linie treu blieben. Der erste Durchgang steuerte auf das Ende zu und dort musste noch einmal gehörig gearbeitet werden, denn hier besaß der Gegner einige seiner erfahrenen und starken Werfer. Der zweite Durchgang verlief dann alles andere als optimal. Der Regen, gepaart mit einem scharfen Lüftchen, nagte an den Werfern und sollte uns gehörig zu schaffen machen. Wir hatten urplötzlich Probleme die Richtung zu halten und zogen hin und her. Auch unsere erfahrenen Werfer zeigten Nerven und verzogen ihre Würfe. Innerhalb weniger Werfer kamen wir so deutlich ins Hintertreffen, dass Klaus als Schott reinmusste. Nach einer Reihe schwacher Würfe zeigte Ole endlich wieder einen tollen Wurf und wir konnten wieder etwas aufholen. Nach Ole folgte Coffi, der trotz gesundheitlicher Probleme sich in den Dienst der Mannschaft stellte und einen hervorragenden Wurf auf die hochgelegene Ackerfläche setzte. Aus dem Nicht heraus, musste Wolmersdorf ein Schott abwehren und stand wieder unter Druck. Coffis Kugel konnte noch so eben überworfen werden und beinahe holte Caschi im Anschluss das Schott geholt. Die Schwächephase war endgültig überwunden und wir zogen das Tempo wieder an. Wolmersdorf konnte auf Distanz gehalten werden, sodass wir wieder das Zepter des Kampfes in der Hand hielten. Nach einem schwachen Wurf von David Lorenz brachte Enne die Nindörper Jungs weit in Front. Sein Wurf konnte nur um einen Meter überworfen werden. Christian hatte nun erneut die Chance, das Ergebnis wieder auf 2 Schott hochzuschrauben. Jedoch leistete er sich einen sehr schwachen Wurf, der zwar halbwegs gerade war aber doch die nötige Weite vermissen ließ. Dennoch reichte es zum Schottgewinn, welcher wieder für Erleichterung bei uns Nindorfern sorgte. Erneut traf es dabei Klaus Busch Claußen. Nindorf konnte seiner Linie treu bleiben und kämpfte erfolgreich gegen einen sich gegen die drohende Niederlage stemmende Mannschaft aus Wolmersdorf. Nachdem wir im letzten Drittel des Kampfes leicht ins Hintertreffen geraten sind, setzten wir Enriko als Schott ein, welcher mit einem guten Wurf wieder den Anschluss für die Grünen herstellte. Der Kampf spitzte sich zu und der Ausgang war noch vollkommen offen. Jeder Fehler könnte jetzt bitter bestraft werden, hüben wie drüben. Routiniert und mit einer gehörigen Portion Kampfgeist konnte das Schott bis zur Nummer 40 verteidigt werden, ehe aus Sicherheitsgründen unser letztes Schott aufgebraucht wurde. Der Weg war frei, die rund 30 Meter zur Wolmersdorfer Kugel zu überwerfen. Mit einem weiten Anlauf durchflügte Cay die Wasserpfützen und schleuderte die Boßel weit über die Wolmersdorfer Marke rüber. Der Sieg mit 40 Metern Kiek ut war geschafft… endlich! Nach einem schweren Jahr, belastet durch eine vergangene 4 Schott Klatsche, zogen wir uns wieder selbst aus dem Sumpf heraus und gehen nun mit ganz breiter Brust in das letzte Gefecht der Saison. In rund 2 Wochen stehen die Blauen aus der Domstadt auf dem Programm und dort gilt es auch noch etwas gut zu machen. Abschließend bleibt zu sagen, dass trotz einer eher durchwachsenen Trainingsbeteiligung einiger Werfer, ein verdienter Sieg erkämpft wurde. Nun gilt es in den kommenden Jahren Stück für Stück unsere starken Nachwuchskräfte einzubauen, um auch in Zukunft für die schweren Schlachten gerüstet zu sein. Unsere Neulinge Sören Jochimsen und Rolf Riemer führten sich mit guten Leistungen in unser Team ein.

Lüch Op