Berichte 2012

Feldkampf Wolmersdorf - Nindorf (04.02.2012)

Am vergangenen Sonnabend war es wieder soweit. Der traditionsreiche Feldkampf der Untergruppengrößen Wolmersdorf und Nindorf stand auf dem Programm. Der Kampf der Roten und Grünen elektrisiert wie jedes Jahr die Massen, sodass auch jetzt wieder zahlreiche Zuschauer beider Dörfer den Kampf begleiteten. Die Tage vor dem Kampf deuteten bereits darauf hin, dass uns wieder eine Mann Zahl von 40 Boßlern zur Verfügung stehen wird und so sollte es auch kommen. Nachdem Obmann Stefan Reimers sein Team für die anstehende Aufgabe im Nindorfer Hof einschwor, rückte ein großer Feldkampfverband von mehr als 40 Werfern nach Wolmersdorf aus. Da unser Gegner nur 38 Werfer aufbot, einigte man sich folgerichtig auf 38 Nummern. Schon auf dem Weg nach Wolmersdorf hatte man ein gutes Gefühl, denn die Trainingsleistungen und vor allen auch die Beteiligung war sehr vielversprechend.

Als sich beide Teams bei Sonnenschein, Schnee und klarem Frost auf der Hauskoppel von Familie Funk gegenüber standen, ging es dann auch bald zur Sache. Für Wolmersdorf eröffnete Christian Pögel, für uns warf Bürgermeister Busch Claußen den Kampf an. Wir lagen rund 10 Meter in Front, ehe die Wehrführer Boje und Borack antraten. Große Aufregung gleich zu Beginn… der schwache Wurf von Thomas Boje wurde von einem Nindorfer Bein versehentlich aufgehalten, sodass Boje erneut werfen durfte. Sein 2. Wurf war deutlich weiter und kam erst vor einem Knickloch zum Stoppen. Gerd trat für uns an und sein durchaus druckvoller Wurf zog nach links, sodass Wolmersdorf den Vergleich der Würdenträger für sich entscheiden konnte. Jetzt eröffneten Henning Claußen und Thorsten Timm für ihre Teams. Thorsten erwischte einen starken Wurf und nahm Claußen sogleich wichtige Meter ab. Es folgten die ersten Abwerfer des Kampfes. Auf Nindorfer Seite boßelte der 14 jährige Sven Wittmaack unter dem Jubel seiner Kameraden großartig und hatte zwei starke Würfe um die 55 Meter, die zugleich noch einen gewaltigen Trüll besaßen. Wolmersdorf konnte nicht mithalten und kassierte gleich an Nummer 3 das erste Schott (Ulf Hinz). Nindorf boßelte weiter ganz stark und hatte durch Uwe, Dennis und Hans Werner (Abwerfer) erneut einen großen Vorsprung, den Wolmersdorf nicht übertreffen konnte und die Grünen somit Schott 2 (Ralf Gieseler) anstreichen konnten. Wolmersdorf wurde eiskalt erwischt und sah sich bereits in dieser Frühphase einem enormen Rückstand gegenüber. Trotz der Führung ließen wir nicht locker und übten weiter enormen Druck auf sie aus. Der Stachel der 4 Schott Klatsche von vor 2 Jahren war noch in den Köpfen, weswegen man sich umso mehr dafür revanchieren wollte. Starke und weite Würfe von Florian, Malte Sievers und Stefan Reimers ließen den Vorsprung wieder auf ein beträchtliches Maß ansteigen. Wolmersdorf dagegen hatte Probleme mit der Richtung und streute stark, was bei uns nicht der Fall war. Nachdem Olaf einen guten Wurf hinlegte, holte Christian an Nummer 19 das nächste Schott (Ole Beckmann) für die Isebrandts. Wer hätte das gedacht… die sonst so heimstarken Wolmersdorfer taumelten auf ihrem eigenen Gelände einer derben Klatsche entgegen und dabei waren gerade ¼ des Kampfes vorüber. Fortan kämpfte Wolmersdorf nun etwas mehr und machte es uns nicht mehr ganz so leicht. Jetzt haperte es auch bei uns mit dem Trüllglück aber die Wurfweite war noch immer ein Garant dafür, dass wir nicht ins Hintertreffen gerieten. Das Ende des ersten Durchgangs nahte und es entwickelte sich inzwischen ein Kopf an Kopf Rennen. Wolmersdorf hatte im hinteren Feld zahlreiche starke Werfer positioniert, mit denen sie uns leicht überlegen waren. Der erste Durchgang endete schließlich mit einem Metervorsprung für Wolmersdorf, dem allerdings unsere 3 Schotts gegenüberstanden und somit eine klare Führung für uns bedeutete. Im zweiten Durchgang wachten die Wolmersdorfer nun auf und da Schlusswerfer Kai Funk einen Riesenwurf hatte, mussten wir an Nummer 3 unser erstes Schott wieder einsetzen. Ulf Hinz boßelte gut und brachte uns wieder in Führung. Man merkte jetzt aber, dass die Gegenwehr der Roten etwas aufflammte und man gewillt war, sich nicht vorführen zu lassen. Es war aber typisch für den Kampf, dass aussichtsreiche Vorsprünge der Wolmersdorfer stets durch eigene Unsicherheiten wieder pulverisiert wurden und man sich erneut mühsam herankämpfen musste. Über weite Phasen des 2. Durchgangs plätscherte der Kampfverlauf vor sich her und gerade auf unserer Seite schien man sich aufgrund des Vorsprungs zu sicher zu fühlen. Im letzten Drittel des Kampfes spitze sich die Lage zu. Starke Würfe und das nötige Trüllglück brachten die Wolmersdorfer in Front und unser zweites Schott (Ralf Gieseler) stand bereits in gewisser Vorahnung in Boßelschuhen parat. An Nummer 35 war es dann soweit. Ein ungünstig positionierter Wall ließ uns unser Schott einsetzen, ehe Cay Siebke als Aufstocker gegen Kille Reichardt boßeln musste. Durch das eingesetzte Schott besaßen wir nun einen Vorsprung von rund 30 Metern, die Cay noch ausbauen konnte. Der Sieg schien jetzt greifbar nahe zu sein und nur ein Kapitalbleier hätte das Blatt zu Gunsten der Wolmersdorfer noch wenden können. An Nummer Vorletzt machte der in starker Verfassung boßelnde Dixi Runge einen großartigen Wurf und ebnete damit unserem Schlusswerfer Sören Jochimsen den Weg. Sören musste die rund 30 Meter zur Wolmersdorfer Marke übertreffen und übertraf diese unter dem Jubel seiner Nindorfer Kameraden um 30 Meter. Der Sieg mit 1 Schott und 30 Metern gegen unseren Erzrivalen war eingefahren und in einer großen Jubeltraube ging es dann zu Theo. Nach den Schlussreden der Wehrführer, Bürgermeister und der Obmänner war man sich einig einen verdienten Nindorfer Sieger gesehen zu haben und lobte stets die Fairness des Gegners. Jetzt geht es in einem Jahr um Gold für Nindorf.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass sich unser Trainingsfleiß und die zuletzt großartige Trainingsbeteiligung ausgezahlt haben. Man hat darüber hinaus 3 junge Werfer in die Mannschaft eingebaut, was uns in eine gute Zukunft blicken lässt.