Berichte 2014

Nindorf holt Gold gegen Meldorf

Endlich, nach nunmehr 15 Jahren ging es im Vergleich mit den Meldorfern um eine Goldene Boßel für Nindorf. Konnte man den ersten Kampf am Engelsberg im Jahre 1999 noch für sich entscheiden, zog man in den jahren danach meist den Kürzeren gegen die Domstädter. Erst in den vergangenen Jahren wendete sich das Blatt und Nindorf trumpfte zu großer Stärke auf. Nach den deutlichen Siegen aus 2012 und 2013 ging es nun erstmals um Gold. Dementsprechend groß war der Fokus auf diesen Vergleich. Obmann Stefan Reimers begrüßte bereits im 8:30 Uhr im Nindorfer Hof mit 35 einsatzfähigen Werfern eine gewaltige Mannschaft. Trotz der mageren Anzahl von 20 Werfern wollte man dabei sein, denn das Nindorf um Gold kämpfen durfte, war auch ihr verdienst. In seiner Ansprache heizte Reimers den Nindörper Jungs ein und riss auch die letzte Müdigkeit aus seinen Boßlern heraus. In einem großen Autokorso ging es schließlich nach Meldorf, wo uns die Boßler der Domstadt empfingen. Ein letztes Mal holte Reimers seine Mannen um sich zusammen und machte mit einer markigen Ansprache klar, dass es heute ein großer Tag werden sollte. Um 10 Uhr eröffnete schließlich Busch Claussen gegen Pycha den Feldkampf. Nach den Anwürfen hatten die Meldorfer zunächst die Nase vorn, was auf Nindorfer Seite aber auch so erwartet wurde. Bereits an den folgenden Nummern war deutlich zu erkennen, dass sich dieser Kampf schnell entscheiden sollte. An Nummer 4 brachte uns Nachwuchsmann Jonas Schildt mit zwei gewaltigen Würfen in Führung und jetzt nahm der Kampf seinen erwarteten Verlauf. Die Nindorfer zogen mit starken, weiten und geraden Würfen davon, so dass Sven Wiittmaack das erste Schott holen konnte. Nachdem Thorsten Timm ausgeschottet wurde, brachte uns Christian Köhne mit einem weiten Wurf wieder in Schottnähe. Meldorf streute und konnte nur sporadisch Gegenwehr leisten. Es kam, wie es kommen musste. Olaf Wendlandt holte mit einem druckvollen Wurf das 2. Schott für die Nindorfer. Der Kampf hatte bereits eine Vorentscheidung genommen und kurz vor dem Seitenwechsel legten die Isebrandts durch Lohmann das dritte Schott nach. Im zweiten Durchgang bot sich den zahlreichen, meist Nindorfer Zuschauern ein identisches Bild zum ersten Durchgang. Trotz der erdrückenden Überlegenheit der Gäste hielten die Meldorfer zu ihrer Mannschaft und gingen nicht, wie noch vor zwei Jahren, vorzeitig nach Hause. Der Feldkampf verlief jetzt wenig spektakulär, da von Spannung keine Rede mehr sein konnte und es nur noch um die Höhe des Sieges ging. Erneut trumpfte Youngster Sven Wittmaack groß auf und schottete Thorsten Timm aus, der das Kunststück vollbrachte, 2mal ausgeschottet zu werden. Mit 4 Schott im Rücken zeigten die Nindorfer nun auch ein paar schwächere Würfe, die aber nicht weiter ins Gewicht fielen. Kurz vor Ende des Kampfes schraubten die Nindorfer das Ergebnis noch auf 5 Schott hoch und bezwangen damit die Domstädter am Ende doch recht deutlich. Die Freude war riesengroß und es ging in einer großen Jubeltraube vom Feld. Was folgte, wird sich sicherlich auf viele viele Jahre in die Köpfe der Nindorfer brennen. Mit wehenden Fahnen aus den Autos ging es in einem hupenden Korso durch die Stadt. Jetzt folgte, was man sich jahrelang erträumt hatte… die Polonaise um den Meldorfer Dom, das Wahrzeichen der Stadt Meldorf. Laute Schlachtgesänge undimmer wiedr ein lautes „ Nindörper Jungs“ hallte über den Marktplatz, welch ein Gefühl! Schließlich ging es an den Spalier stehenden Meldorfern in das Hotel zur Linde, wo die Obmänner der beiden Lager einen gelungenen und fairen Boßelkampf beschrieben. Bis die die hohen Abendstunden wurde dieser Triumph gefeiert und man war stolz, diese letzte Bastion gestürmt zu haben.