Berichte 2015

Feldkampf gegen Wolmersdorf (07.02.2015)

Traditionell kommt es am ersten Sonnabend im Februar zum Großkampf der Untergruppen Nindorf und Wolmersdorf. In den letzten Jahren beherrschten die Nindorfer Boßler das Boßelgeschehen im Vereinsgebiet nach belieben und eilten von Sieg zu Sieg. In der Boßelszene war bereits vom „FC Bayern des Boßelsports“ die Rede. Im Vergleich mit dem großen Rivalen aus Wolmersdorf gewannen die Nindorfer die letzten 4 Kämpfe und rangen den „Roten“ zuletzt 2013 sogar eine Goldene Boßel ab. In diesem Jahr fand der mit Spannung erwartete Feldkampf wieder auf der heimischen Bahn in Nindorf statt. Der Frost der vergangenen Tage saß noch im Boden, so dass den Würfen meist ein großer Trüll folgen konnte.
 
Wie es die Tradition vorschreibt, trafen sich beide Teams in den jeweiligen Vereinslokalen wo durch die Obleute Reimers und Hinners die Mannschaftsstärken festgestellt wurden. Auf Nindorfer Seite mussten mit Ole B., Arne V., Atze G., Malte K., Kalle, Lars S., Andreas K. und Helge P. diverse Kräfte aus dem wurfstarken Mittelfeld ersetzt werden, so dass nur eine Anzahl von 35 Werfern zur Verfügung stand. Nach einer markigen Ansprache ging es hinaus zum Feldkampfgelände, wo pünktlich um 10:00 Uhr die Anwürfe beginnen sollten. Auf Nindorfer Seite rechnete man sich mit dem Gespann Busch Claußen (Bürgermeister) und Borack (Wehrführer) gegen die Amtskollegen Pögel und Boje auf Wolmersdorfer Seite etwas aus, was aber gründlich in die Hose ging. Bürgermeister Busch Claußen und Wehrführer Borack bleierten und eröffneten den Kampf auf Nindorfer Seite alles andere als gut. Mit rund 15 Metern Rückstand eröffnete Anwerfer Torsten Timm für die Nindörper Jungs gegen Torben Behnke auf Gästeseite. Wolmersdorf legte einen starken Beginn hin und holte bereits an Nummer 3 durch Abwerfer Yannis Runge (gegen Jonah Gieseler) das erste Schott. Auf Wolmersdorfer Seite lief die Kugel und die Nindorfer hatten Mühe Schritt zu halten. Mit den folgenden Nummern setzte sich dann aber die Wurfkraft der Nindorfer durch und die Gastgeber gingen deutlich in Führung. An Nummer 10 lag Coffi in aussichtsreicher Position, um das Schott zurückzuholen. Leider verzog er seinen Wurf weit nach links und verpatzte damit die Chance auszugleichen. Nach ihm folgten weitere 3 schwere Bleier, die aus einer Führung einen deutlichen Rückstand für die Nindorfer machten. Das war sicherlich ein Knackpunkt im gesamten Kampfgeschehen, da die Roten weiterhin in Führung bleiben konnten. Zum Ende des ersten Durchwerfens führten die Nindorfer mit einem Vorsprung von gut 30 Metern, wobei die „Roten“ noch das Schott inne hatten. Zu Beginn des zweiten Durchwerfens sollte der Kampf zu Gunsten der Nindorfer gedreht werden. Nach einem schwachen Wurf von Torsten Timm holte Malte Burrmann mit einem Riesenwurf einen gewaltigen Vorsprung heraus, so dass endlich das Wolmersdorfer Schott eingesetzt werden musste. Der Kampf war gedreht und jetzt sollte auch die Führung her. Wolmersdorf stemmte sich gegen die Wende und hatte nun das nötige Trüllglück, um sich wieder abzusetzen. Während die Nindorfer Boßel auf den Maisäckern meist im weicher werdenden Untergrund stecken blieb, besaßen die Wolmersdorfer Würfe Trüll. An Nummer 11 fiel dann erneut das Schott für Wolmersdorf. Die Nindorfer legten jetzt noch einmal alles in die Waagschale und kämpften verbissen um die sich anbahnende Niederlage. Der Kampf nahm Fahrt auf und die Spannung stieg, sollten die Wolmersdorfer nach 5 Jahren erstmals wieder gewinnen? Auf Nindorfer Seite haderte man mit dem Trüllglück, was einfach nicht aufkommen wollte. Sollte doch mal ein Wurf „trüddeln“ zerschellte er entweder an einem Maulwurfshügel oder fiel in einen quer zur Bahn verlaufenden Graben. Der Boßelgott meinte es an diesem Tage nicht gut mit den „Isebrandts“… Zum Ende des Kampfes holten die wurfstarken Nindorfer Schlusswerfer nochmal einen hohen Metervorsprung heraus, so dass die Wolmersdorfer ihr Schott einsetzen mussten. Am Ende war es Schlusswerfer Kai Funk vorbehalten den Sieg für seine Mannschaft einzufahren und damit eine 5-jährige Durststrecke zu beenden. Im Anschluss an diesen spannenden aber stets fairen Kampf ging es in den Nindorfer Hof zur Mannöverkritik, die bis in die hohen Abendstunden andauerte.
 
Abschließend bleibt zu sagen, dass der Wolmersdorfer Sieg in diesem Jahr in Ordnung geht. Für die Nindorfer war es ein Stück weit die Quittung für die nachlassende Trainingsbeteiligung, die in den vergangenen Jahren deutlich besser (über ALLE Werfer) war. Es gilt jetzt, die entsprechenden Schlüsse daraus zu ziehen und im kommenden Jahr gestärkt daraus hervorzugehen.