Nindorf schlägt Epenwöhrden mit 2 Schott 33 Meter (23.01.2016)

21 Boßler aus Nindorf und Epenwöhrden trafen sich zum Feldkampf in der Nindorfer Feldmark. Nach zuletzt 9 Siegen in Folge, wollte man das historische 10-0 einfahren. Nach einer markigen Ansprache von Obmann Stefan Reimers im Nindorfer Hof, ging es hinaus in die angetaute Feldmark. Die Bodenverhältnisse waren reines Glücksspiel - weiche Böden aber auch noch hartgefrorene Eisflächen begleiteten die Werfer und Werferinnen in die Niederungen der Feldbahn.
Nach den Anwürfen von Simon Peters (Epenwöhrden) und Sören Jochimsen lagen die Nindörper Jungs mit gut 5 Metern in Front. An 2 und 3 folgten die Abwerfer Ulf Hinz und Thure Hinrichs, die sich starken Epenwöhrdenern gegenüber sahen und leicht ins Hintertreffen gerieten. Epenwöhrden boßelte mit starken Schulterdruck und nutzte die noch teilweise harten Böden sehr gut aus, so dass Nindorf urplötzlich ein Schott abwehren musste. Nach einem Prachtwurf von Ole Beckmann und einem weiteren starken Wurf von Malte Burrmann war der Vorsprung wieder aufgeholt und Nindorf begann sich Stück für Stück abzusetzen. Nach Absprache der beiden Obmänner Reimers und Kock boßelten mit Marion Möhring und Wiebke Pawlik zwei Frauen gegeneinander, was vorbildlich für unser Heimatspiel ist. Das zeigt einmal mehr, dass die Frauen fester Bestandteil von Boßelmannschaften sind und darüber hinaus zeigen, dass der Boßelsport nicht nur den Männern und Jungen vorbehalten ist. Dieses wird in den beiden Untergruppen gelebt und gepfelgt. Gegen Ende des ersten Durchwerfens trumpfte das starke Ende der Gastgeber auf. Zunächst legte Olaf "Chappy" Wendlandt einen Superwurf hin, ehe Jonas Schildt mit einem starken Wurf das erste Schott (Marko Runge) für die Grünen holte. Der zweite Durchgang verlief weitestgehend wie der erste Durchgang. Nindorf boßelte ohne große Aufreger ruhig und gelassen mit gerade und sichren Würfen, ohne ganz großes Risiko zu gehen. Epenwöhrden hielt dagegen und zeigte eine für ihre Verhältnisse prima Vorstellung, so dass sich der Gastgeber nicht weiter absetzen konnte. Als sich der Pulk von Boßlern und Zuschauern langsam auf den Nindorfer Geestrücken schob, wiederholte sich erneut das Geschehen wie im ersten Durchgang. Olaf Wendlandt legte stark vor, so dass Jonas Schildt auf schweren Geläuf mit dem Tageshöchswurf das zweite Schott für seine Mannen einfuhr. Schlusswerfer Cay Siebke besiegelte mit einem gekonnten Wurf das Ergebnis mit 2 Schott und 33 Metern. Im Anschluss traf man sich in freundschaftlicher Runde im Nindorfer Hof, wo es für die Rund 50 Heimatfreunde eine schöne Gulaschsuppe gab. Noch in die weiten Abendstunden übte man Manöverkritik und fachsimpelte über den erlebten Kampf.
 
Lüch Op